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PV und Wind ergänzen sich ideal

Nun will man also auch die Besitzerinnen und Besitzer von PV-Anlagen verunsichern und gegen Windkraft aufstacheln und den finanziellen Notstand in Sevelen herbeireden. Die im Leserbrief geäusserten Sorgen überzeugen nicht. Erstens weiss man gar noch nicht, wie die Betreiber-Gesellschaft aufgebaut sein soll. Aber die Finanzierung eines Windprojekts ist für Sevelen durchaus tragbar und würde bei einer grossen Investition dem Finanzreferendum unterstehen. Wie bei anderen Energieanlagen – etwa der Wasserkraft – gibt es hohe Förderbeiträge von bis zu 60 %. Zudem ist eine Bürgerbeteiligung vorgesehen, sodass auch Private Kapital einbringen und profitieren können. Und nicht zuletzt zeigt das EW Sevelen seit Jahren, dass lokale Energieproduktion der Gemeindekasse zugutekommt.

Auch die Angst vor einer Abregelung privater PV-Anlagen ist übertrieben. Das Seveler Stromnetz ist solide, Batteriespeicher können Produktionsspitzen auffangen und den Strom dann zur Verfügung stellen, wenn er knapp und teuer ist. Sollte es langfristig tatsächlich grosse Sommerüberschüsse geben, kann überschüssiger Strom zur Wasserstoffproduktion genutzt und damit für den Winter gespeichert werden.

Wer eine PV-Anlage besitzt, muss deshalb keine Nachteile befürchten, im Gegenteil: Windkraft ergänzt Solarstrom ideal: Der Wind liefert besonders dann Energie, wenn die Sonne wenig scheint – nachts, im Winter und bei Schlechtwetter, das haben auch die Messungen in Sevelen während über einem Jahr klar ergeben. So schaffen wir die Energiewende mit der Kombination von Wasser, Sonne und Wind. Darum lehnen wir die Verhinderungsinitiative am 14. Juni ab.

Über die Autorin / den Autor

Esther Hagmann

Esther Hagmann ist als Vizepräsidentin im Vorstand von Rückenwind Sevelen.
Sie wohnt in Sevelen.

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