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Replik zum "Anstandsabstand"

In der ganzen Schweiz versuchen SVP-nahe Gruppierungen immer wieder, lokale Windkraftprojekte zu behindern oder gar zu verhindern – oft mit denselben Argumenten. Besonders beliebt ist dabei der angebliche „Anstandsabstand“, wie aktuell in Sevelen. Hinter dieser Wortwahl versteckt sich aber meist nur das eigentliche Ziel: die Verhinderung von Windkraft. Wer etwas blockieren will, findet dafür stets „plausible“ Gründe. Doch das endlose Verkomplizieren und Zerreden war schon immer der Tod vieler Projekte – und schreckt zusätzlich Investoren ab.

Es ist mir schleierhaft, wie man im Rahmen der nachhaltigen Energiegewinnung eine Ressource wie die Windkraft ausklammern kann. Für mich steht bei der Energiewende „Swiss Made“ im Zentrum – und dazu gehören alle erneuerbaren Quellen.

Ein Blick nach Österreich zeigt, wie viel Potenzial wir verspielen: Topografisch ist das Land der Schweiz sehr ähnlich, doch dort drehen sich rund 1'500 Windräder, hierzulande gerade einmal etwa 50. Sind die Österreicher etwa einfach pragmatischer?

Statt immer neue Regeln und Hindernisse zu erfinden, brauchen wir faktenbasierte, effiziente und zukunftsorientierte Lösungen. Daher begrüsse ich es sehr, dass sich der Verein Rückenwind mit einem engagierten Vorstand gegründet hat. Sein Ansatz überzeugt mich sowohl inhaltlich als auch politisch – und ist ein echtes bürgerliches Anliegen. Aus voller Überzeugung bin ich diesem Verein beigetreten.

Über die Autorin / den Autor

Bruno Gasser

Bruno Gasser ist Mitglied von Rückenwind Sevelen und wohnt in Unterwasser.

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