Von Äpfeln und Birnen
Es gehört zur Argumentation der Seveler Windkraftgegner, das Potenzial des Standorts Sevelen in Frage zu stellen. Wir raten den Sevelerinnen und Sevelern deshalb, sich von solchen Darstellungen nicht irreführen zu lassen und sich aufgrund von Fakten und aktuellen Zahlen eine eigene Meinung zu bilden.
Die als Vergleich angeführten Windräder in Wildpoldsried wurden teilweise bereits vor 26 Jahren errichtet und sind zum Teil deutlich kleiner als die heute in Sevelen und auch in Wildpoldsried geplanten Anlagen – mit Rotorendurchmessern zwischen 58 und 115 Metern. Dabei hängt das Energiepotenzial einer Windkraftanlage wesentlich von der Windgeschwindigkeit und von der überstrichenen Rotorfläche ab. Halbiert sich der Rotordurchmesser, reduziert sich die Fläche auf ein Viertel. Hinzu kommt, dass in grösseren Höhen deutlich stärkere und konstantere Winde herrschen, wie es plausibel an der Infoveranstaltung der Gemeinde aufgezeigt wurde.
Genau deshalb würde ein Windrad jener Grösse, wie es die Verhinderungsinitiative gerade noch zulassen würde – und zwar eines statt drei –, nur rund ein Drittel der Strommenge erzeugen, die mit einer der geplanten V162-Anlagen möglich wäre. Die Annahme der Initiative hätte somit zur Folge, dass eine wirtschaftliche Stromproduktion aus Windkraft in Sevelen faktisch verhindert würde. Ich sage deshalb Nein zur Verhinderungsinitiative.
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